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PGHV Kiel-Süd e.V - Mitglied im DVG

Begleithundeausbildung

Ein gut harmonierendes Mensch/ Hund -Team hat die Möglichkeit, als krönenden Abschluss seiner monatelangen Ausbildung, die Begleithund-Prüfung abzulegen. Für leistungsorientierte Teams, die z. B. auf Agility-Turnieren starten wollen oder in einer anderen Hundesportart (Obedience, VPG, THS) Prüfungen ablegen möchten, ist die Begleithund-Prüfung Pflicht.

Am Prüfungstag muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein.

Die Begleithund-Prüfung besteht aus 3 Elementen:

  • der Sachkunde des Hundeführers
  • dem Gehorsam des Hundes
  • der Unbefangenheit des Hundes

Die Sachkunde des Hundeführers

Die Sachkunde des Hundefühers wird von jedem, der noch nie einen Hund auf einer Begleithund-Prüfung geführt hat, verlangt. Der Hundeführer wird überprüft ob er in der Lage ist seinen Hund sachlich korrekt zu behandeln, ob er sich mit der Materie "Hund" überhaupt aber auch in rechtlichen Dingen auskennt.
Hierzu gibt es auf der Internetseite des DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine) einen Fragenkatalog, den es sich lohnt anzusehen. Eine Auswahl von etwa 20 - 25 Fragen aus allen Bereichen gemischt bringt der Leistungsrichter, der die Prüfung abnimmt, am Prüfungstag mit.
Besteht der Hundeführer diesen Teil der Prüfung nicht, darf er mit seinem Hund nicht weitermachen und muss sich erneut zu einem Prüfungstermin anmelden.

Der Gehorsam des Hundes

In einer ganz bestimmten Reihenfolge absolviert das Mensch/ Hund - Team verschiedene Übungen, die da wären:

  • "Fuß gehen in verschiedener Schrittfolge (Normalschritt, Laufschritt, Langsamschritt), mit und ohne Leine (Freifolge).
  • Ausführungen von Kehrtwendungen und Winkeln (2x rechts, 1x links), mit und ohne Leine (Freifolge).
  • Durch eine Menschengruppe gehen, mit und ohne Leine (Freifolge).
  • Die Sitzübung, bei der sich der Hundeführer ohne anhalten und sich umdrehen vom Hund mit dem Kommando entfernt (ca. 15 Schritte) und auf Anweisung des Richters wieder an den Hund herantritt.
  • Die Platzübung, bei der der Hundeführer sich 30 Schritte vom Hund entfernt, allerdings wird hier dann der Hund auf Anweisung des Richters in den Vorsitz abgerufen.
  • Das freie Abliegen unter Ablenkung, in dieser Übung entfernt sich der Hundeführer 30 Schritte vom Hund und bleibt, ihm den Rücken zukehrend stehen, während ein anderes Mensch/ Hund - Team die vorher genannten Übungen absolviert.

Die Umbefangenheit des Hundes

Bei der Unbefangenheitsüberprüfung kommt es auf das Wesen des Hundes an. Zu Beginn der Prüfung findet eine Identitätskontrolle statt (Tätowierungs-bzw. Chipnummerkontrolle).Während der Gehorsamsübungen steht der Hund ständig unter Beobachtung. Nach der "Unterordnung" findet noch eine Überprüfung außerhalb des Hundeplatzes (der sogenannte "Straßenteil") statt. Der Hund wird hier mit verschiedenerlei Dinge konfrontiert, die da sein können:

  • Autofahrer der mit quietschenden Reifen neben dem Team anhält und nach den Weg fragt.
  • Gehorsam am Bürgersteig.
  • Vorbeigehende Hunde.
  • Begegnung mit Fahrradfahrern, Joggern, Inlineskatern oder ähnlichen Dingen.
  • Begrüßung durch Fremde.
  • Plötzliches Fallenlassen von Gegenständen.
  • Durch eine Menschengruppe gehen bzw. den Hund in der Gruppe "Sitz" und "Platz" machen lassen.
  • Verhalten des Hundes wenn er angebunden ist und seinen Hundeführer nicht sieht.

Der Fantasie des Richters sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur eins, nämlich, dass der Hund sich in allen Bereichen neutral verhält oder sich freut. Er darf keine Aggression zeigen und nach Möglichkeit auch keine Ängste.

Hat das Mensch/ Hund - Team diese Aufgaben mit Bravour gelöst, gibt es bei der Siegerehrung eine Urkunde und eine Plakette "geprüfter Begleithund".

Trainingszeiten

Ausschließlich nach Absprache mit den jeweiligen Trainern

Autorin: Sonja Lämmerhirt

 

Mehr Informationen unter DVG-Hundesport

 

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